Eklampsie sind Krämpfe, die bei der Geburts- und Nachgeburtsperiode vorkommen können. Diese Krämpfe sind auch bekannt als puerperale Tetanie. Die Krämpfe sind eine Folge von einer niedrigen Kalziumkonzentration im Blut.
Ursachen:
Für den Knochenbau der Welpen, braucht die Hündin viel Kalzium. Das Kalzium wird auch in großen Mengen beim Säugen der Welpen abgegeben und wenn das Kalzium mit der Nahrung nicht zusätzlich verabreicht wird, nimmt die Kalziumkonzentration im Blut ab und der Bedarf kann nicht mehr gedeckt werden. Die Größe des Depot an Kalzium ist abhängig von der Fütterung. Bereits in der Trächtigkeit sollte auf eine Ausreichende Mineralstoffaufnahme von Kalzium und auch Phosphor geachtet werden. Eine Hündin die überwiegend Fleisch gefüttert bekommt, bekommt nur ein Minimum an Kalzium zugeführt und kann dem hohen Anforderungen an den Kalziumbedarf nicht entsprechen.
Symptome:
- eine leichte Unruhe stellt sich ein
- steigert sich in Ruhelosigkeit
- feine “fibrilläre” Muskelzuckungen (ein Teil eines Muskels zuckt unwillkürlich) treten auf
- gefolgt von Taumeln und Nachhandschwäche (Einbrechen der Hinterhand)
- allmählich wird der ganze Körper erfasst
- gelegentlich tritt eine Sägebockartige Stellung ein mit zurückgelegtem Kopf
- es folgen unmotivierte und unkontrollierbare Kontraktionen der Muskulatur
- in Folge dessen kann die Hündin nicht mehr stehen und kommt in Seitenlage
- Behinderung der Atemmuskulatur (erghöter Sauerstoffbedarf kann nicht mehr gedeckt werden)
- schließlich kann es zum Hirnödem kommen, der zum Tod führt
Behandlung und Vorbeugung:
Durch eine rechtzeitige Behandlung durch den Tierarzt können die Krämpfe aufgehoben werden (in kurzer Zeit). Eine Wiederholung der Krämpfe ist möglich, vorallem bei Hündinnen die weitersäugen.
Die Welpen sollten abgesetzt werden, um Rückfälle zu vermeiden. An Stelle der Muttermilch muss nun eine geeignete Ersatznahrung den Welpen verabreicht werden, da diese sehr empfindlich auf Defizite an Flüssigkeit und Kalorien reagieren. Die Hündin sollte mit einem Futter gefüttert werden, was eine ausreichende Kalziumversorgung sicherstellt. Desweiteren muss darauf geachtet werden, das eine säugende Hündin, dreimal soviel Energie braucht wie eine Hündin gleicher Rasse und Gewicht, bei normaler Belastung. Generell sollte bei der Fütterung der Hündin auf ein optimales Verhältnis geachtet werden. Das optimale Verhältnis liegt bei etwa 1,2Kalzium zu 1Phosphor. Es sollte aber auch eine Kalziumüberversorgung vermieden werden. Ein erhöhter Kalziumgehalt in Verbindung mit synthetischen Vit D3 kann zu einer hormonellen Dysfunktionen (Funktionsstörung) führen.
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