Die Zecke gehört zu der Klasse der Spinnen und typische Kennzeichen der adulten Zecke sind die 8 Beine und der dicke Hinterleib.
Entwicklung:
Aus dem Ei entwickelt sich die Larve, die 6 Beine hat, daraus entwickelt sich die Nymphe, die dann 8 Beine hat, und letztendlich die adulte Zecke.
Vorkommen:
In Deutschland kommt am häufigsten die Schildzecke vor. Sie lebt im Freien und man trifft sie am häufigsten an Waldrändern, Lichtungen, Bächen und Gärten an. Sie bewegt sich am Boden, im hohen Gras oder in Gebüsch und Unterholz wo sie ihre bevorzugten Wirtstiere antreffen. Es sind kleinere und größere Säugetiere z.B. Mäuse, Rehe.
Um besser an die Wirtstiere zu gelangen, klettert die Zecke auf Gräser und Büsche. Die Zecke klettert nicht, wie eine weit verbreitete Meinung ist, auf Bäume und lässt sich von dort auf ihr Opfer fallen. Eine erwachsene Zecke kann bis zu 1,50 Meter hoch klettern.
Jagd:
Hat die Zecke ihre Position für die Jagd eingenommen, streckt die Zecke ihre Vorderbeine in die Höhe, um mit dem Hallerschen Organ alle Duftstoffe in der Umgebung besser wahrzuhnemen.
Streift der Wirt nun die Zecke, greift diese, innerhalb weniger Sekundenbruchteile, nach dem Fell, der Haut oder der Kleidung des Wirtes. Dabei setzt sie ihre starken Krallen an den Vorderbeinen.
Entfernung:
Zecken sollte man mit einer feinen Pinzette entfernen (geeignete andere Utensilien gibt es auch im Handel zu erwerben). Dazu setzt man die Pinzette dicht an der Haut an und hebelt bzw. zieht die Zecke vorsichtig heraus. Der Stechapparat ist nicht mit einem Gewinde versehen, sondern mit vielen kleinen Wiederhaken und brauch deshalb weder nach links oder rechts gedreht werden.
Symptome:
Ist ein Tier befallen können folgende Symptome auftreten: Juckreiz, Rötung, Schwellung an der Einstichstelle, eventuell Entzündungen. Die Zecke überträgt die Krankheiten Borelliose, FSME und weitere 50 Krankheiten wie z.B. Babesiose (Hundemalaria).
Krankheiten:
FSME, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis
Erreger sind bei dieser Krankheit Viren. Die FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken und werden direkt mit Beginn des Saugaktes übertragen. Die FSME-Viren besiedeln bevorzugt das Nervensystem und können Hirnhaut und Gehirnentzündungen sowie Entzündungen von Nerven verursachen.
Typische Krankheitserscheinungen sind hohes Fieber, Kopfschmerzen, Krämpfe und Lähmungen. Bleibende Schäden und vereinzelt auch Todesfälle kommen vor.
Erkrankungen sind bei Hunden eher selten, kommen aber trotzdem vor. Während es für Menschen eine Schutzimpfung gibt, besteht der alleinige Schutz in einer zuverlässigen Zeckenprophylaxe.
Die Lyme-Borreliose
Die Lyme-Borreliose, auch Zeckenborreliose genannt, ist in Deutschland die am meisten durch Zecken übertragende Krankheit.
Die Borrelien befinden sich im Mitteldarm der Zecke. Während des Saugaktes füllt sich dieser nun mit Blut des Wirtstieres und ab einem gewissen Füllungsgrad, nach ca. 1 Tag, beginnt die Zecke regelmäßig zu regurgtieren (rülpsen) und transportiert nun so die Borrelien in das Blut des Wirtes.
Katzen zeigen nur in Ausnahmefällen Krankheitserscheinungen, wobei es bei Hunden und Menschen sowohl zu akuten als auch chronischen Erkrankungen häufig kommen.
In den frühen, akuten Erkrankungsphasen sind die Symptome meist untypisch und werden daher eher selten als Borreliose erkannt. Im Vordergrund stehen Fieber, Mattigkeit und Essunlust. Bei Menschen bilden sich häufig um die Bissstelle eine Hautrötung, welche beim Tier durch die pigmentierte Haut und das dichte Fell nicht sichtbar sind.
Im späteren Verlauf besiedeln die Borrelien die unterschiedlichsten Organe und erst nach Wochen oder Monaten kann es zu Geleksentzündungen, Hauterkrankungen, Störungen der Nierenfunktion, Herzmuskelentzündungen oder auch zu neurologischen Problemen mit Lähmungserscheinungen kommen.
Eine Behandlung mit Antibiotika bringt nur in der Frühphase Aussicht auf vollständige Heilung.
© 2009, Retrieverbande.de. All rights reserved.
