Agility

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Was ist Agility?
Kategorien (nach FCI)

Hindernisse:
Hürden
Viadukt/Mauer
Reifen
Tisch
Slalom
Weitsprung
feste Tunnel
Stofftunnel

Kontaktzonengeräte:
Wippe
Schrägwand/A-Wand
Laufsteg

Sonstiges:
Strafpunkte und Fehler beim Agility
Fehler die den Ausschluss nach sich ziehen


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Was ist Agility

Agility ist eine Disziplin, die allen Hunden offen steht.

Agility besteht darin, die verschiedenen Hindernisse überwinden zu lassen, mit der Absicht, ihre Intelligenz und ihre Behändigkeit zu überprüfen. Es handelt sich um ein erzieherisches und sportliches Spiel.

Es dient dazu, die Sozialverträglichkeit zu fördern und die Eingliederung in die Gesellschaft zu begünstigen. Die Disziplin erfordert eine gute Harmonie von Hund und Hundeführer und endet im vorzüglichen Einvernehmen in der Gruppe.

Es ist also Voraussetzung, dass die Teilnehmer die elementaren Grundlagen von Erziehung und Gehorsam besitzen.


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Kategorien (nach FCI)

Alle Angaben beziehen auf FCI Norm

Prüfungsklassen:
Offiziell sind die Klassen in drei Stufen eingeteilt:

– Agility (A1)/Jumping (A1)

Start von Hunden ohne bisherigen Leistungsnachweis. Der verbleib in dieser Klasse ist so lange, bis die Voraussetzungen zum Aufstieg in die nächsthöhere Klasse erfüllt sind

– Agility (A2)/Jumping (A2)

Voraussetzung für den Start in dieser Klasse sind drei fehlerfreie Läufe in A1 mit der Note vorzüglich unter zwei verschiedenen von der FCI anerkannten Leistungsrichtern und die den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse noch nicht erreicht haben.

– Agility (A3)/Jumping (A3)

Voraussetzung für den Start in dieser Klasse sind drei fehlerfreie Läufe in A2 mit der Note vorzüglich unter zwei verschiedenen von der FCI anerkannten Leistungsrichtern.

Beim Agility gibt es drei Kategorien, die sich wie folgt gliedern:

1. S = kleiner als 35 cm Widerristhöhe

2. M = ab 35 cm und kleiner als 43 cm Widerristhöhe

3. L = ab 43 cm Widerristhöhe

Wofür steht S, M und L eigentlich?

Das S steht für Small. M für Medium und L für Large.

Zulassung zu Wettbewerben:

– an FCI anerkannten, offiziellen Agility-Prüfungen/Jumpings

Alle Hunde die älter als 18 Monate sind und in einem anerkannten FCI Zuchtbuch eingetragen sind Hundeführer/Eigentümer Mitglied in einem Klub der FCI angeschlossenen Landesorganisation die für die Zuerkennung des FCI-Agility-Diploms und für die Auswahl in den nationalen Prüfungen und für die FCI-Agility-Weltmeisterschaft zählen Vorweis eines Leistungsnachweises oder Lizens die von der jeweiligen LAO ausgestellt wurde in der alle Prüfungsergebnisse erfasst wurden.

– an nicht anerkannten Prüfungen

Alle Hunde die älter als 18 Monate sind (mit oder ohne Stammbaum (Ahnennachweis) ) Identifizierbar durch Tätowierung oder Mikro-Chip Hundeführer/Eigentümer Mitglied in einem LAO-Verband (der Klub muss Mitglied beim FCI sein)

Nicht startberechtigt sind läufige Hündinnen, trächtige Hündinnen und offensichtlich kranke und verletzte Hunde.
Für Hunde die aus Regionen mit Tollwut kommen, muss der Nachweis über die Tollwutschutzimpfung und ein Gesundheitszeugnis vorgelegt werden. Ausländische Teilnehmer müssen ihre Mitgliedschaft durch eine des FCI annerkannten LAO erbringen und den Nachweis über die Teilnahme an offiziellen Wettbewerben ihres Landes.


Hindernisse:

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Hürde

Die Hürden beim Agility sind verschieden konstruiert. Sie haben zum Beispiel Stangen, ausgefüllte Flächen oder Flächen mit Bürsten usw. Alle diese Flächen, schliessen oben mit einer Abwurfstange.

Es gibt den Einfachsprung und den Mehrfachsprung. Der Mehrfachsprung (zwei Einfachsprünge) besteht aus offenen Sprüngen mit Stangen. Die Stangen werden mit einem Höhenunterschied zwischen 15cm und 25cm aufgelegt. Die höhere Stange befindet sich dabei am Schluss.


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Viadukt/Mauer

Die Mauer enthält eine ausgefüllte Flache bzw. eine oder zwei Öfnungen in Form eines Tunnels. Auf den oberen Teil der Mauer werden Elemente aufgelegt, die einem umgedrehte U entsprechen.


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Reifen

Der Öffnungsdurchmesser des Reifens, ist von 45cm bis 60cm zulässig und die Entfernung vom Reifenmittelpunkt bis zum Boden beträgt für Large 80cm und für Small und Medium 55cm.

Der Reifen ist durch ein Kettensystem in der Höhe verstellbar.

Der untere (innere) Teil des Reifens muss aus Sicherheitsgründen geschlossen sein. Das Gerät darf nicht aus leichtem Material sein. Es muss stark und standfest sein.


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Tisch

Der Tisch hat eine Oberfläche von Minimal 90cm x 90cm und Maximal von 120cm x 120cm. Der Tisch muss stabil, kippsicher und eine rutschfeste Oberfläche haben.

Die Höhe des Tisches beträgt bei Large 60cm und bei Small und Medium 35cm.

Der Tisch kann zusätzlich mit einer elektronischen Zeitmessung ausgestattet sein, die nach 5 Sekunden ein akustisches Signal abgibt.


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Slalom

Der Slalom besteht aus 8, 10 oder 12 Stangen und hat eine Höhe von 100cm bis 120cm und einen Durchmesser von 3cm bis 5cm. Der Abstand zwischen den Stangen beträgt 60cm. Die Stangen sind aus dickwandigem und unbeweglichem Material gefertigt.


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Weitsprung

Der Weitsprung besteht aus zwei bis fünf Elementen. Der Weitsprung wird in Ansteigender Form (das niedrigste zuerst) aufgestellt und ergibt einen Sprung von 40cm bis 150cm. Das niedrigste Element hat eine Höhe von 15cm (ist an Vorderseite aufzustellen) und das höchste Elemt hat eine Höhe von 28cm. Die Breite des Weitsprunges beträgt mindestens 120cm und jedes Elemet hat eine Tiefe von 15cm und ist leicht ansteigend. Die vier Ecken des Weitsprungs, sind mit Pflöcken (die eine Mindesthöhe von 120cm haben) zukennzeichnen. Die Pflöcke müssen oben eine Schutzabdeckung haben und dürfen nicht mit den Elementen verbunden sein. Die Pflöcke sind nur zur Begrenzung.


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Fester Tunnel

Der innere Durchmesser des Tunnels beträgt 60cm und hat eine flexible Länge von 300cm bis 600cm. Durch die flexible Länge ist es möglich, den Tunnel in verschiedenen Bögen zu legen.


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Stofftunnel

Der Eingang des Stofftunnels, besteht aus einer festen Konstruktion mit einer Länge von 90cm und einer Höhe von 60cm und einer Breite von 60cm bis 65cm. Der Ausgang des Stofftunnels ist aus weichem Material der eine Länge von 250cm bis 350cm hat und einen Durchmesser von 60cm -65cm besitzt.


Kontaktzonengeräte

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Wippe

Die Wippe hat eine Breite von 30cm. Die minimale Länge beträgt 365cm und die maximale Länge beträgt 425cm. Die Höhe Boden Mittelachse beträgt 1/6 der Bohlenlänge. Die Kontaktzone hat eine Länge von 90cm und ist farblich abzusetzen. Die Wippe muss standfest und rutschsicher sein.

Kletterleisten (wie Beispielsweise bei der Schrägwand) sind nicht erlaubt.


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Schrägwand / A-Wand

Die Schrägwand setzt
sich aus zwei Elementen zusammen, die nach dem aufstellen ein A bilden. Die Breite der Schrägwand beträgt mindestens 90cm (bei konischem Verlauf kann die Breite beim Auf- und Abgang 115cm betragen).
Der Höchste Punkt (ab Boden) beträgt in der Kategorien:

Large 190cm (bei 90Grad Winkel), Small und Medium 170cm
Der untere Teil der Rampen ist auf einer Länge von 106cm andersfarbig zu streichen (siehe Bild). Die Rampen sind ebenfalls mit 20mm breiten und 5mm-10mm hohen, abgerundeten Leisten zu versehen. Die Leisten sind in regelmäßigem Abstand von etw. 25cm befestigt, wobei die letzte Leiste zur Kontaktzone einen Abstand von 10cm haben muss. Die Leisten dienen zum leichteren Aufstieg und zum verhindern des abrutschens beim Abstieg.



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Laufsteg

Die Breite des Laufstegs muss 30cm betragen. Die Höhe liegt bei dem minimum von 120cm und einem maximum von 135cm. Jedes Element hat eine Länge von 360cm bis maximal 420cm. Die Kontaktzone ist auf einer Länge von 90cm (vom Boden gemessen) andersfarbig zu kennzeichnen. Ebenfalls sind die Rampen mit 20mm breiten und 5mm-10mm hohen Leisten in einem Abstand von 25cm anzubringen (Abstand der Leiste zur Kontaktzone muss 10cm betragen).


Sonstiges:


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Strafpunkte und Fehler beim Agility

Beim Agility kommen zwei Arten von Strafpunkten zur Anwendung:

1. 1. Überschreiten der Standartzeit

2. 2. Fehler auf der Strecke

(2.1 allgemeiner Art; 2.2 bei Hindernissen; 2.3 spezifische Fehler bei Hindernissen)

zu 1.) Beim überschreiten der Standartzeit gibt es einen Strafpunkt pro Sekunde

zu 2.) Fehler auf der Strecke

zu 2.1) Allgemeine Fehler
– Der HF darf nicht zwischen Start- und Zielpfosten durchgehen. Tut er es doch, wird dieses mit 5 Punkten geahndet und die Zeit beginnt bei dem Durchgang des HF zu zählen
– das absichtliche berühren des Hindernisses durch den HF wird mit 5 Punkten bestraft
– entsteht durch das berühren Vorteilsnahme, wird dieses mit 5 Punkten bestraft

zu 2.2) Fehler bei Hindernissen
Jeder Fehler wird mit 5 Punkten geahndet.

Der Abwurf
Erfolgt an einem Hindernis der Abwurf, bevor das nächste Hindernis erarbeitet ist, wird dieses als Fehler gewertet.

Die Verweigerung
Dieser Fehler beinhaltet das anhalten des Hundes vor dem Hindernis, stehenbleiben im Pacours, seitliches Ausbrechen um ein Hindernis zu meiden, Vorbeigehen bzw. Vorbeigehen an einem Hindernis, überlaufen des Weitsprunges, der Hund seinen Kopf bzw. Pfote in den Tunnel steckt und dann zurückzieht. Die Verweigerung ist sofort zu korriegieren, geschieht dieses nicht, folgt die Disqualifikation.

Obligatorische Kontaktzonen
Bei der Schrägwand, der Wippe und dem Laufsteg, hat der Hund die Kontaktzone mit mindestens einer Pfote zu berühren beim Auf- und Abstieg. Fehler werden mit 5 Punkten geahndet.

Ein Fehler beim Abwurf oder bei den Kontaktzonen ist nicht zu korrigieren, sondern der Lauf ist fortzusetzen.

zu 2.3) Spezifische Fehler bei einem Hindernis

Der Tisch
Verlässt der Hund den Tisch vor Ablauf der 5 Sekunden und vor Anweisung des Prüfungsrichter so wird dieses mit 5 Fehlerpunkten geahndet. Der Hund muss zurück auf den Tisch (die Zeit fängt von neuem an zu zählen), tut er es nicht, wird er am nächsten Hinderniss disqualifiziert. Springt der Hund vorbei oder von der falschen Seite auf, wird dieses als Verweigerung gewertet. Geht der Hund unter den Tisch ist dieses ebenfalls eine Verweigerung. Rutscht der Hund beim Aufsprung vom Tisch, wird dieses mit 5 Fehlerpunkten geahndet. Der Hund muss wieder auf den Tisch zurück und der Aufsprung kann von jeder Seite erfolgen und die 5 Sekunden fangen erneut an zu zählen. Löst der Hundeführer die elektronische Zeitmessung aus, führt dies zur Disqualifikation.

Der Laufsteg
Springt der Hund vom Hindernis ohne mit mindestens 4 Pfoten den Absteigenden Teil zu berühren, erhält eine Verweigerung und 5 Punkte.

Die Wippe
Springt der Hund von der Wippe bevor er die Achse überquert hat, wird mit einer Verweigerung bestraft (5 Punkte). Verlässt der Hund das Hindernis, bevor sie den Boden berührt hat, erhält er 5 Fehlerpunkte.

Die Schrägwand
Verlässt der Hund das Hindernis bevor er mit 4 Pfoten den absteigenden Teil berührt hat, bekommt der Hund eine Verweigerung und 5 Punkte.

Der Slalom
Zu Beginn des Slaloms befindet sich der erste Pfosten links neben dem Hund, der zweite Pfosten rechts neben dem Hund usw. Ein falscher Eintritt in den Slalom wird als Verweigerung geahndet. Zur Berichtigung des Fehlers ist der Hund an die Fehlerstelle zurück zubringen. Weitere Fehler werden nur einmal mit 5 Fehlerpunkten geahndet. Zur Disqualifikation führt wenn der Hund den Slalom auf der falschen Seite verlässt, den Slalom nicht beendet und in das nächste Hindernis geht, oder mehr als zwei Stangen in die entgegengesetzte Richtung geht.

Der Weitsprung
Überlaufen des Hindernisses oder das Springen aus den Seiten, somit das vollständige Hindernis nicht überqueren, wird mit einer Verweigerung geahndet, 5 Fehlerpunkte. Das umwerfen oder mit einem Fuss oder mit Füssen zwischen den Elementen setzen, wird mit 5 Fehlerpunkten geahndet. Das Streifen des Hindernisses während des Sprunges wird nicht gewertet.

Der Doppelsprung

Fehler und Verweigerungen werden hier genauso geahndet wie bei den anderen Sprüngen auch.

Kombinationssprung mit zwei oder drei Hürden (offene Hürden mit Abwurfstangen)

Verweigerungen und/oder Fehler werden an jedem Hindernis addiert. Wird ein Hindernis Verweiger, so ist mit Kombination von vorn. zu beginnen (falls dieses nicht geschieht, führt dieses zur Disqualifikation).


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Fehler die den Ausschluss nach sich ziehen

– Unkorrektes Verhalten gegenüber dem Prüfungsrichter
– Misshandlung seines Hundes
– Überschreiten der Maximalzeit für die Strecke
– Bei der dritten Verweigerung auf der gesamten Strecke
– Die Hindernisse nicht in der angegebenen Reihenfolge arbeiten
– Ein Hindernis übersehen (auslassen)
– Ein Hindernis in falscher Richtung angehen (Für den Slalom gilt dies analog, wenn der Hund rückwärts mehr als zwei Stangen in Folge nimmt)
– Der Hundeführer überspringt oder überläuft ein Hindernis selbst, dies gilt auch für ein Unterlaufen eines Gerätes.
– Ein Hundeführer löst die elektronische Zeitmessung am Tisch aus, falls eine derartige benutzt wird
– Der Hundeführer hält etwas in der Hand
– Der Hundeführer nimmt seinen Hund an den Start zurück, nachdem dieser bereits die Startlinie überschritten hatte (Ausnahme: Es geschieht auf Anweisung des Richters)
– Wenn der Hund ein Halsband trägt
– Anhalten auf der Strecke, ohne Anweisung des Richters
– Der Hund nässt oder löst sich, verlässt den Ring oder gerät ausser Kontrolle des Hundeführers

Der Ausschluss zieht automatisch die Disqualifikation des Hundes und das sofortige Verlassen des Parcours nach sich. Die Disqualifikation ist durch den Prüfungsrichter durch einen Pfeifton etc. klar anzuzeigen. Alle nicht vorhersehbaren Fülle werden vom Prüfungsrichter entschieden und sind unwiderrufliche Tatsachenentscheidungen. Selbstverständlich hat der Prüfungsrichter vom Beginn bis zum Ende des Wettbewerbs einheitliche Massstäbe gleichermassen mild oder streng anzulegen.